Der perfekte Morgen

Wollt ihr wissen, wie ich mir das alles vorgestellt habe? Passt auf:

Mein Tag beginnt damit, dass ich ohne das lästige Surren meines Weckers vollkommen schmerzfrei erwache. Ich hatte in der letzen Nacht weder einen Wadenkrampf noch lag ich auf meiner Hand bis sie einschlief. Ich reibe mir kurz die Augen, die Sonne scheint mir ins Gesicht, ein kleines Eichhörnchen hüpft über die Äste der großen Eiche vor meinem Fenster. Gerade als ich mich umdrehen will, um aus dem Bett zu steigen, kommt Steffen (natürlich vollkommen kleidungsfrei) mit einem Tablett ins Schlafzimmer, setzt sich auf die Bettkante, gibt mir einen Kuss und haucht in mein Ohr "Heute nehmen wir uns mal frei".

So viel zur Theorie. Wollt ihr wissen, wie mein Tag normalerweise beginnt? Also dann:

Mein neuer Billigwecker von Kik reißt mich aus wirren Träumen. Ich schiele durch die Jalousien meines winzigen Guckloches nach draußen auf graue Häuser. Mein Mund macht der Wüste Gobi Konkurrenz und mein Rücken scheint die Nacht ohne mich durchgemacht zu haben. Ich drehe mich mühsam zur Seite und blicke in die großen dunklen Augen meines Laptops, der in den Standby-Modus gefahren ist, als mir youtube ausgedient hatte und ich eingenickt war. Während ich darauf warte, dass meine Füße wieder Gefühl bekommen, bin ich in Gedanken schon längst drei Stockwerke tiefer. Als ich damals in diese Wohnung gezogen war, wusste ich genau, dass mir das McDonalds im Erdgeschoss irgendwann zum Verhängnis werden würde. Aber wie sagt man so schön? Wenn du niemanden mehr hast, dann ist der Cheeseburger dein einziger Freund. Oder so ähnlich... Und so starte ich in den Tag mit jeder Menge Kalorien und ungelebter Fantasien.

14.5.08 18:02

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